Eleonore bemerkte Julians Gesichtsausdruck zunächst nicht. Arroganz machte Menschen blind.
Sie betrat das Zimmer wie eine Königin, die einer Bediensteten einen Besuch abstattete. Dominik folgte ihr, die Unterlagen bereits in der Hand. Hinter den beiden kam Dr. Steinhauer herein, der Geburtshelfer, auf dessen Beauftragung Eleonore unbedingt bestanden hatte. Sein weißer Kittel war bis oben zugeknöpft, und auf seinem Gesicht lag der einstudierte Ausdruck professioneller Besorgnis.
„Julian, mein Schatz“, sagte Eleonore, „wir müssen jetzt schnell handeln. Klaras Zustand verschlechtert sich.“
Ich lag reglos da, eine Hand auf meinem Bauch, und atmete gegen die Schmerzen an. Mein Baby bewegte sich unter meiner Handfläche – lebendig, warm, meins.
Dominik räusperte sich. „Die Unterlagen sind unterschrieben. Wir brauchen nur noch Julians Bestätigung, dass er damit einverstanden ist, das vorläufige Sorgerecht auf Frau Voss zu übertragen, bis Klara psychisch wieder in der Lage ist, sich um das Kind zu kümmern.“
Julian sah mich an. Dann meine Beine. Dann die Mappe.
„Sie hat das unterschrieben?“, fragte er …
**Fortsetzung folgt — klicke auf Teil 3, um weiterzulesen.**

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