Unterhaltung

Mein Hochdekorierter Ehemann Ließ Mir Heimlich Die Gebärmutter Entfernen – Doch Dann Erfuhr Ich, Was Er Mit Unserem Baby Getan Hatte

Eva sah mich lange an.

„Was erwartest du von mir?“

„Dass du Johannes glauben lässt, ich hätte mich gegen dich entschieden.“

Katharina hob den Kopf.

„Das ist Wahnsinn.“

„Nein“, sagte ich. „Wahnsinn wäre, ihm fünf Minuten Zeit zu geben, alles zu beseitigen, während wir hier warten.“

Eva ging einige Schritte durch den engen Versorgungsgang. Ich konnte beinahe sehen, wie sie Möglichkeiten gegeneinander abwog.

„Wenn wir dich zurückschicken, kontrolliert er den Ort, das Personal und wahrscheinlich die Kameras.“

„Genau deshalb wird er sich sicher fühlen.“

„Und wenn er dich erneut sediert?“


Ich blickte auf meine Hände.

„Dann muss er zuerst glauben, dass ich noch immer dieselbe Sophie bin.“

Die, die seinem Rang vertraut hatte.

Die, die ihm jedes Mal geglaubt hatte, wenn er nach einem Einsatz nachts neben mir gelegen und gesagt hatte, manche Dinge könne er mir aus Sicherheitsgründen nicht erzählen.

Die, die gelernt hatte, seine Verschlossenheit mit Pflichtgefühl zu verwechseln.

„Er hält meine Angst für Schwäche“, sagte ich. „Wir sollten ihn nicht korrigieren.“

Eva blieb stehen.

Dann zog sie etwas Kleines aus ihrer Manteltasche.

Ein winziges Funkmodul.

„Mein Team hatte mehrere davon vorbereitet, falls meine offizielle Kommunikation kompromittiert wird.“


Sie befestigte es unter dem Rand meines Krankenhaushemds.

„Kurze Reichweite. Kein GPS. Nur Audio.“

Ich sah sie an.

„Kann jemand mithören?“

„Nicht mein gesamtes Team. Nur eine Person außerhalb des Standorts.“

„Wem vertraust du noch?“

Eva antwortete erst nach einigen Sekunden.

„Kriminalhauptkommissar Daniel Vogt.“

Katharina reagierte sofort.

„Der Name sagt mir etwas.“


„Sollte er. Er führt die zivile Parallelermittlung zu den gefälschten Einsatzakten.“

„Und Johannes weiß davon?“

„Wenn er davon wüsste, wäre Vogt vermutlich längst aus dem Verfahren.“

Eva kniete sich vor meinen Rollstuhl.

„Sophie, wenn du zurückgehst, darfst du nicht versuchen, Johannes zu überführen. Du musst ihn nur zum Reden bringen.“

„Und meinen Sohn finden.“

Ihre Miene wurde hart.

„Dein Sohn ist der Grund, warum du lebend wieder herauskommen musst.“

Ich nickte.

Katharina streckte plötzlich die Hand nach mir aus.


„Sophie.“

Ich sah sie an.

Scham lag in ihrem Gesicht.

„Ich wusste nicht, dass er dein Kind genommen hatte. Ich wusste von den Gesprächen über die Operation. Ich wusste, dass er deinen Zustand manipulieren wollte.“

Ihre Stimme brach.

„Aber ich habe geschwiegen.“

Ein Teil von mir wollte sie anschreien.

Sie hatte Johannes geküsst.

Sie hatte in meinem Krankenzimmer gestanden, während ich glaubte, mein Kind sei tot.

Sie hatte zugesehen, wie er mein Leben zerlegte.


Doch jetzt saß sie blutend vor mir, weil derselbe Mann entschieden hatte, dass auch sie entbehrlich geworden war.

„Darüber reden wir später“, sagte ich.

„Falls es ein Später gibt.“

„Es wird eins geben.“

Ich wusste nicht, ob ich ihr oder mir selbst das versprach.

Eva öffnete die Stahltür zurück zum Hauptkorridor.

„Drei Minuten.“

Ich schob den Rollstuhl selbst hinaus.

Zum ersten Mal war niemand neben mir.

Am Ende des Korridors wartete Johannes.


Zwei Feldjäger standen einige Meter hinter ihm.

Er hatte seine Uniformjacke ausgezogen. Die Ärmel seines Hemdes waren hochgekrempelt.

Er sah aus wie ein Mann, der seit Stunden versuchte, seine Frau zu retten.

Als er mich sah, entspannte sich sein Gesicht.

Perfekt gespielt.

„Sophie.“

Ich blieb stehen.

„Ich will meinen Sohn sehen.“

Die beiden Feldjäger wechselten einen kurzen Blick.

Johannes kam langsam auf mich zu.


„Natürlich.“

„Jetzt.“

„Du bist noch nicht stabil.“

„Du hast gesagt, er lebt.“

Sein Blick wanderte über mein Gesicht.

„Du erinnerst dich also.“

Ich ließ meine Schultern sinken.

„Ich weiß nicht mehr, was wahr ist.“

Genau diese Antwort wollte er hören.

Er ging vor mir in die Hocke.


„Eva Kreuzer hat dich verwirrt.“

Ich schwieg.

„Sie benutzt dich für eine alte Fehde gegen mich.“

„Warum sollte sie?“

Johannes seufzte.

„Dein Vater und sie waren besessen davon, überall Korruption zu sehen. Manche Menschen können nach Jahrzehnten im Nachrichtendienst nicht mehr zwischen tatsächlichen Bedrohungen und Verdacht unterscheiden.“

Mein Herz schlug schneller.

Er benutzte meinen Vater.

Natürlich tat er das.

„Und Katharina?“


Für den Bruchteil einer Sekunde wurde sein Blick kalt.

„Was hat sie dir erzählt?“

„Dass du sie töten wolltest.“

Er richtete sich langsam auf.

„Katharina ist emotional instabil.“

„Weil sie schwanger ist?“

„Weil sie unter Druck steht.“

„Von dir?“

Johannes lächelte wieder.

„Komm.“


Er legte die Hand auf meinen Rollstuhl.

Ich zwang mich, nicht zurückzuzucken.

Er schob mich zu einem Aufzug am anderen Ende der Station.

Keiner der Feldjäger folgte uns.

Das fiel mir sofort auf.

Johannes hielt eine Karte an das Bedienfeld.

Statt einer Etage erschien nur eine Zahlenfolge.

Dann setzte sich der Aufzug nach unten in Bewegung.

„Wo fahren wir hin?“

„Dorthin, wo du Antworten bekommst.“

„Ist mein Sohn hier?“

Johannes blickte auf die geschlossenen Türen.

„Noch.“

Das eine Wort jagte mir einen Schauer über den Rücken.

„Was bedeutet noch?“

„Dass die Situation komplizierter geworden ist, als sie sein sollte.“

„Du hast mein Kind gestohlen.“

„Ich habe es geschützt.“

Ich sah ihn an.

Jetzt.

Die erste Ritze in seiner Fassade.

„Vor wem?“

Johannes schwieg.

„Vor mir?“

„Vor Menschen, die einen Sohn Hartmann benutzen würden.“

„Er ist auch mein Sohn.“

„Biologisch.“

Ich konnte kaum glauben, dass er das gesagt hatte.

Johannes bemerkte meinen Blick.

„Sophie, du denkst in Kategorien von Familie. Ich muss in Konsequenzen denken.“

„Welche Konsequenzen hat ein Neugeborenes für deine Karriere?“

Sein Kiefer spannte sich an.

Der Aufzug stoppte.

Die Türen öffneten sich zu einem unterirdischen Korridor, den ich noch nie gesehen hatte.

Keine Fenster.

Keine Stationsschilder.

Nur graue Türen mit Nummern.

Johannes schob mich hinaus.

„Du wolltest die Wahrheit.“

Wir passierten zwei Türen.

Hinter der dritten hörte ich etwas.

Ein leises, dünnes Geräusch.

Das Schreien eines Babys.

Mein Körper reagierte, bevor mein Verstand es konnte.

Ich packte die Räder meines Stuhls.

„Ist er das?“

Johannes stellte sich vor die Tür.

„Bevor du hineingehst, musst du mir etwas geben.“

Natürlich.

„Was?“

„Den Rekorder deines Vaters.“

Ich zwang mein Gesicht zur Leere.

„Eva hat ihn.“

„Nein.“

Seine Stimme wurde plötzlich völlig ruhig.

„Eva hat eine Kopie.“

Meine Haut prickelte.

Woher wusste er das?

Johannes beugte sich zu mir.

„Dein Vater war gründlich. Du bist seine Tochter. Du würdest niemals das einzige Original aus der Hand geben.“

Er kannte mich besser, als ich gehofft hatte.

„Ich habe ihn nicht.“

„Dann sag mir, wo er ist.“

Wieder hörte ich das Baby.

Diesmal lauter.

Jeder Instinkt in mir schrie, die Tür aufzureißen.

Johannes sah es.

Und lächelte.

Da begriff ich seinen Plan.

Mein Sohn war kein Geheimnis mehr.

Er war eine Geisel.

„Du bekommst den Rekorder“, flüsterte ich.

Johannes' Augen verengten sich.

„Wo?“

„Dort, wo du ihn niemals gesucht hast.“

Ich ließ eine Pause entstehen.

„Bei meinem Vater.“

Sein Gesicht veränderte sich.

Nur einen Augenblick.

Doch ich sah es.

Angst.

Echte Angst.

„Dein Vater ist tot.“

„Ja.“

Ich sah direkt in seine Augen.

„Aber sein Archiv nicht.“

Johannes' Hand schloss sich um die Rückenlehne meines Rollstuhls.

Zu fest.

„Welches Archiv?“

Da wusste ich, dass ich etwas getroffen hatte, von dem Eva nichts gewusst hatte.

Und vielleicht mein Vater selbst mir nie vollständig erklärt hatte.

Bevor ich antworten konnte, öffnete sich die graue Tür hinter Johannes.

Ein Arzt trat heraus.

Als er mich sah, wurde er kreidebleich.

Dann blickte er zu Johannes.

„Herr Oberst, wir haben ein Problem.“

Johannes wandte sich um.

„Was?“

Der Arzt zögerte.

„Die Blutgruppe des Kindes stimmt nicht mit den Unterlagen überein.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

Johannes sagte nichts.

Der Arzt senkte die Stimme.

„Wenn jemand die Originalproben prüft, wird auffallen, dass dieses Kind nicht als Totgeburt registriert worden sein kann.“

Johannes packte ihn am Arm.

„Dann vernichten Sie die Proben.“

Der Arzt sah über seine Schulter zu mir.

Zu spät.

Ich hatte jedes Wort gehört.

Und Eva ebenfalls.

Dann knisterte das versteckte Funkmodul unter meinem Krankenhaushemd ganz leise.

Ein Geräusch, kaum hörbar.

Doch Johannes' Kopf drehte sich sofort zu mir.

Sein Blick fiel auf meinen Kragen.

Und in diesem Augenblick wusste ich:

Er hatte es gehört.

**Fortsetzung folgt — klicke auf Teil 5, um weiterzulesen.**

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