Unterhaltung

Mein Mann Warf Mich Schwanger Auf Die Straße – Stunden Später Trug Mich Deutschlands Gefürchtetster Milliardär Aus Einem Bus Und Enthüllte, Wer Ich Wirklich War

Für einige Sekunden hörte Anna nur das gleichmäßige Piepen des Monitors. Vier Herzschläge. Die Worte des Arztes schienen im Raum zu schweben, als gehörten sie zu jemand anderem, zu irgendeiner anderen Frau, deren Leben nicht gerade innerhalb weniger Stunden in Scherben gefallen war. Sie starrte auf den Bildschirm neben dem Bett, auf die flimmernden Linien, die sie nicht verstand, und spürte, wie sich ihre Finger um das Laken schlossen. „Vier?“, flüsterte sie. Der Arzt nickte langsam. „Bei Mehrlingsschwangerschaften kann ein Kind ungünstig liegen und bei früheren Untersuchungen übersehen werden. Das vierte Baby liegt deutlich kleiner hinter den anderen. Wir müssen sofort genauer untersuchen, wie stabil die Schwangerschaft ist.“ Anna konnte nicht antworten. Drei Kinder hatten ihr bereits Angst gemacht. Vier fühlten sich unmöglich an. Und trotzdem war da unter der Angst etwas anderes. Ein fast schmerzhafter Beschützerinstinkt. Vier kleine Leben, die nichts von Maximilian, Anwälten oder Erbschaften wussten.

Hinter dem Arzt bewegte sich jemand. Maximilian. Anna sah zu ihm und bemerkte etwas, das ihr den Magen zusammenzog. Er wirkte nicht erschrocken. Nicht überwältigt. Nicht einmal besorgt. Er rechnete. Sie kannte diesen Blick. Genau so sah er aus, wenn er bei einem Geschäftsessen plötzlich begriff, dass ein Vertrag wesentlich wertvoller war als angenommen. „Vier“, sagte er leise. Einer seiner Anwälte beugte sich sofort zu ihm und flüsterte etwas. Anna verstand nur einzelne Wörter. „Nachfolge… Gesellschaftsanteile… Stiftung…“ Ihr Herz begann schneller zu schlagen.

„Raus“, sagte sie.

Maximilian hob den Kopf. „Anna—“

„Raus aus meinem Zimmer.“

„Du bist aufgebracht.“

„Ich bin nicht aufgebracht.“ Ihre Stimme zitterte trotzdem. „Ich habe gerade erfahren, dass ich vier Kinder erwarte, und das Erste, was du machst, ist, mit deinem Anwalt über Gesellschaftsanteile zu flüstern.“

Für einen kurzen Moment verlor Maximilian seine kontrollierte Maske. Ärger blitzte in seinen Augen auf. „Diese Kinder tragen meinen Namen.“

„Nein“, sagte Anna. „Sie tragen noch gar keinen Namen.“

Alexander stand bisher schweigend neben dem Fenster. Jetzt trat er nach vorn. „Sie haben die Dame gehört.“


Maximilians Blick wanderte zu ihm. „Sie glauben offenbar, Geld gebe Ihnen das Recht, sich in meine Familie einzumischen.“

Alexander sah ihn ruhig an. „Nein. Aber der Sicherheitsdienst dieses Krankenhauses gibt mir das Recht, jemanden hinausbegleiten zu lassen, der eine Patientin unter Druck setzt.“

„Sie haben das Krankenhaus gekauft?“

Ein kaum sichtbarer Ausdruck erschien auf Alexanders Gesicht. „Nein. Nur das Gebäude.“

Selbst der Anwalt neben Maximilian schwieg daraufhin.

Der Arzt nutzte die Gelegenheit und bat alle Männer, den Raum zu verlassen. Anna wurde in einen abgedunkelten Untersuchungsraum gebracht. Fast vierzig Minuten lang bewegte die Ärztin den Ultraschallkopf über ihren Bauch, maß, verglich und schwieg immer wieder so lange, dass Anna jedes Mal glaubte, etwas Schreckliches entdeckt zu haben. Schließlich zeigte sie auf vier kleine Formen auf dem Bildschirm. Drei lagen dicht beieinander. Das vierte tatsächlich etwas verborgen dahinter.

„Baby D ist kleiner“, erklärte sie. „Aber der Herzschlag ist stabil. Im Moment besteht die größte Gefahr darin, dass die Wehen wieder einsetzen. Sie müssen hierbleiben. Absolute Ruhe. Wahrscheinlich bis zur Geburt.“

Anna schluckte. „Wie lange?“

„Im besten Fall mehrere Wochen.“

Mehrere Wochen. Ohne Wohnung. Ohne Ehemann. Ohne Plan.


Als Anna später zurück in ihr Zimmer gebracht wurde, saß Alexander dort allein. Sein Mantel war verschwunden, sein Hemd an den Ärmeln hochgekrempelt. Auf dem kleinen Tisch standen Wasser, Tee und eine Schale mit Obst, als hätte irgendjemand versucht, Normalität in einen völlig unnormalen Abend zu bringen. Er stand sofort auf.

„Die Babys?“

„Stabil.“

Er schloss für einen Augenblick die Augen. Es war nur eine Sekunde, aber Anna bemerkte es. Erleichterung. Echte Erleichterung.

„Warum?“, fragte sie.

Alexander sah sie an. „Was?“

„Warum interessiert Sie das so sehr?“

Stille.

Anna richtete sich vorsichtig etwas auf. „Sie saßen zufällig in meinem Bus. Drei gepanzerte Fahrzeuge waren zufällig in der Nähe. Sie wussten, wer Maximilian ist. Und als Sie mich angesehen haben…“ Sie hielt inne. „Sie kannten mich.“

Alexanders Gesicht wurde vollkommen unbeweglich.


„Ich habe Sie nie zuvor gesehen“, sagte Anna. „Aber Sie haben mich angesehen, als hätten Sie auf mich gewartet.“

Er ging langsam zum Fenster. Berlin lag hinter der Scheibe dunkel und glänzend unter dem Regen.

„Ihre Mutter hieß Katharina Bergmann“, sagte er schließlich.

Anna erstarrte.

Niemand sprach über ihre Mutter. Katharina war gestorben, als Anna zwölf Jahre alt gewesen war. Ein Autounfall. Das war alles, was sie wusste.

„Woher kennen Sie ihren Namen?“

Alexander antwortete nicht sofort.

„Herr Falkenberg.“

Er drehte sich zu ihr um. Zum ersten Mal wirkte der mächtige Unternehmer nicht kontrolliert. In seinem Blick lag etwas Altes. Etwas Schweres.

„Weil Ihre Mutter vor siebenundzwanzig Jahren für meine Familie gearbeitet hat.“


Anna spürte Kälte über ihre Arme laufen. „Als was?“

„Das ist kompliziert.“

„Mein gesamtes Leben ist seit heute Abend kompliziert.“

Ein fast trauriges Lächeln erschien auf seinem Gesicht. Dann griff er in die Innentasche seines Jacketts und legte einen kleinen, vergilbten Umschlag auf den Tisch.

Anna erkannte die Handschrift sofort.

Ihre Mutter.

Auf der Vorderseite stand nur ein Satz.

Für Anna, wenn Falkenberg sie endlich findet.

Ihr Atem stockte.

„Warum haben Sie das?“


Alexander setzte sich langsam auf den Stuhl neben ihrem Bett.

„Weil Ihre Mutter mir diesen Brief drei Tage vor ihrem Tod gegeben hat.“

Noch bevor Anna etwas sagen konnte, öffnete sich die Tür.

Eine Krankenschwester trat herein, blass und sichtbar nervös.

„Frau Bergmann“, sagte sie. „Unten ist eine Frau, die behauptet, dringend mit Ihnen sprechen zu müssen.“

Anna sah irritiert auf.

„Wer?“

Die Krankenschwester zögerte.

„Vanessa König.“

Alexander stand sofort auf.


Doch die Krankenschwester war noch nicht fertig.

„Sie sagt, Maximilian Hartmann habe Sie nicht wegen einer anderen Frau verlassen.“

Anna spürte, wie ihr Herz schneller schlug.

„Sie sagt, er habe Sie geheiratet, weil er seit Jahren wusste, wer Ihre Mutter wirklich war.“

No comments yet