Unterhaltung

Mein Mann Nannte Mich Vor Allen „Eine Frau Ohne Namen“ – Dann Betrat Ein König Den Ballsaal

„Schweigen“, sagte der König.

Dieses eine Wort traf den Ballsaal härter als ein Schuss.

Preston blieb mitten in der Bewegung stehen. Sein Lächeln brach unter dem Gewicht des königlichen Befehls in sich zusammen. König Alistair kam direkt auf mich zu, während seine Gardisten hinter ihm eine schweigende Barriere bildeten. Ich blieb sitzen, weil meine Knie offenbar vergessen hatten, wie man sich bewegte.

Sein Blick löste sich keine Sekunde von meinem Medaillon.

„Woher haben Sie das?“, fragte er.

Meine Hand schloss sich um den silbernen Anhänger.

„Es war bei mir, als man mich als Säugling vor der St.-Agnes-Kirche fand.“

Ein Zittern huschte über sein Gesicht.

„Öffnen Sie es.“

Preston eilte nach vorn.


„Eure Majestät, Claire hat sich schon immer Geschichten über ihre Vergangenheit ausgedacht. Dieses Schmuckstück ist wahrscheinlich völlig wertlos.“

Der König drehte langsam den Kopf zu ihm.

„Noch ein Wort, und Sie werden aus diesem Saal entfernt.“

Zwei königliche Gardisten traten einen Schritt näher.

Preston wich zurück.

Ich drückte auf den winzigen Verschluss. Mit einem leisen Klicken sprang das Medaillon auf. Darin befand sich das verblasste Porträt einer dunkelhaarigen Frau, die einen Säugling im Arm hielt. Darunter waren ein weißer Hirsch und drei Worte in ardenischer Sprache eingraviert:

Mein Herz kehrt zurück.

König Alistairs Atem stockte.

„Das wurde für meine Tochter angefertigt“, flüsterte er. „Prinzessin Elara.“

Ein aufgeregtes Raunen ging durch den Ballsaal.


Er streckte die Hand nach dem Medaillon aus, hielt jedoch kurz davor inne, es zu berühren, als fürchtete er, es könnte verschwinden.

„Elara verschwand vor achtundzwanzig Jahren nach einem Anschlag auf den königlichen Konvoi“, sagte er. „Ihr Kind verschwand mit ihr.“

Mein Puls donnerte in meinen Ohren.

„Wollen Sie damit sagen—“

„Ich sage, dass dieses Medaillon am Morgen ihres Verschwindens um den Hals meiner Enkelin hing.“

Im selben Augenblick richteten sich sämtliche Kameras im Ballsaal auf mich.

Lydia Ashcroft trat von Preston zurück, als wäre er plötzlich ansteckend geworden. Der Applaus, mit dem diese Menschen wenige Minuten zuvor noch meine Demütigung gefeiert hatten, wirkte nun geradezu obszön.

Preston zwang sich zu einem Lachen.

„Das ist unmöglich. Sie hat keinerlei Dokumente.“

König Alistairs Gesicht verhärtete sich.


„Weil jemand sie vernichtet hat.“

Er gab einem seiner Mitarbeiter ein Zeichen. Der Mann öffnete einen ledernen Aktenkoffer und nahm ein altes Foto heraus.

Die Frau darauf hatte meine Augen.

Meinen Mund.

Und dieselbe kleine, halbmondförmige Hautzeichnung neben ihrem linken Ohr.

Der König sah mich an. Tränen glänzten in seinen Augen.

„Claire, ich glaube, Sie sind die Tochter von Prinzessin Elara.“

Bevor ich antworten konnte, eilte ein Gardist in den Ballsaal und flüsterte dem König etwas Dringendes ins Ohr.

König Alistair wurde kreidebleich.

Dann wandte er sich wieder mir zu.


„Ihre Mutter könnte noch am Leben sein.“

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