Unterhaltung

Mein Vater Verheiratete Mich Mit Einem Milliardär Im Koma – Doch In Unserer Hochzeitsnacht Öffnete Er Die Augen Und Enthüllte Ein Tödliches Geheimnis

Für einige Sekunden konnte ich Ethan nur anstarren.

Mein Vater.

Nicht Jonas.

Nicht Viktoria.

Mein Vater.

„Was meinst du damit?“, flüsterte ich.

Ethan versuchte zu sprechen, doch nur ein heiseres Geräusch kam über seine Lippen.

Seine Hand zitterte in meiner.

„Hat mein Vater etwas mit dir gemacht?“

Seine Augen schlossen sich kurz.


Dann öffneten sie sich wieder.

Ein Druck.

Ja.

Mir wurde übel.

Ich zog den Stuhl näher ans Bett.

„Ethan, hör mir zu. Ich stelle dir nur Fragen, die du mit Ja oder Nein beantworten kannst.“

Ein Druck.

„Kannte mein Vater dich schon vor unserer Hochzeit?“

Ein Druck.

Ich hielt unwillkürlich den Atem an.


„Hat er mit Jonas zusammengearbeitet?“

Ethan zögerte.

Dann drückte er zweimal.

Nein.

Das überraschte mich.

„Dann unabhängig von Jonas?“

Ein Druck.

Ja.

Plötzlich ergab noch weniger Sinn.

Mein Vater hatte Schulden.


Jonas wollte Ethans Kontrolle über das Unternehmen.

Aber wenn sie nicht zusammenarbeiteten, warum tauchten beide in derselben Geschichte auf?

„Hat mein Vater dir Geld geschuldet?“

Zweimal.

„Hast du ihm Geld geschuldet?“

Zweimal.

„Ging es um die Firma?“

Ein Druck.

Ich sah auf den Monitor.

Ethans Herzfrequenz war erhöht.


Ich zwang mich, langsamer zu werden.

„Hat mein Vater dir Informationen verkauft?“

Ethan schloss die Augen.

Dann drückte er einmal.

Ich fühlte, wie mir das Blut aus dem Gesicht wich.

Die Nachricht auf meinem Handy schoss mir wieder durch den Kopf.

FRAG DEINEN VATER, WAS ER VOR NEUN MONATEN VERKAUFT HAT.

„Hat er Informationen über dich verkauft?“

Ein Druck.

„An Jonas?“


Zweimal.

Ich runzelte die Stirn.

„An jemand anderen?“

Ein Druck.

Bevor ich weiterfragen konnte, hörte ich Stimmen im Flur.

Ich ließ Ethans Hand los.

Seine Augen schlossen sich sofort.

Diesmal brauchte ich keine Erklärung.

Er stellte sich bewusstlos.

Jemand kam näher.


Ich griff nach meinem Handy und öffnete irgendeine harmlose Nachricht, als die Tür aufging.

Jonas stand dort.

Hinter ihm die Pflegekraft.

„Ich dachte, du schläfst“, sagte er.

„Ich dachte, du klopfst.“

Er lächelte.

„Wir sollten uns langsam aneinander gewöhnen.“

Die Pflegekraft trat zum Bett.

In ihrer Hand war bereits eine Spritze.

Ich stand auf.


„Was ist das?“

„Seine Medikation.“

„Welche?“

Sie sah kurz zu Jonas.

Das genügte.

„Ich möchte wissen, was Sie ihm geben.“

„Das wurde alles ärztlich verordnet.“

„Von welchem Arzt?“

Jonas verschränkte die Arme.

„Emma, du bist seit nicht einmal vierundzwanzig Stunden hier.“


„Und trotzdem bin ich seine Ehefrau.“

Sein Lächeln wurde dünner.

„Auf dem Papier.“

„Das reicht offenbar aus, damit der Trust nicht an dich fällt.“

Stille.

Die Pflegekraft sah auf den Boden.

Jonas dagegen hörte auf zu lächeln.

„Du solltest sehr vorsichtig sein, mit wem du hier spielst.“

„Ich spiele nicht.“

„Doch.“


Er trat einen Schritt näher.

„Du verstehst nur die Regeln noch nicht.“

Ich blieb stehen.

„Dann erklär sie mir.“

Seine Augen wurden kalt.

„Regel Nummer eins: Ethan ist krank.“

„Praktisch für dich.“

„Regel Nummer zwei: Menschen, die glauben, sie könnten ihn retten, werden enttäuscht.“

„Und Regel Nummer drei?“

Jonas sah mich lange an.


„Stell keine Fragen, deren Antworten deiner Familie schaden könnten.“

Mein Herz stolperte.

Er wusste es.

Oder zumindest wusste er genug, um mich zu treffen.

Ich wandte mich an die Pflegekraft.

„Sie werden ihm heute Nacht nichts mehr geben.“

Sie hob überrascht den Kopf.

„Das können Sie nicht entscheiden.“

„Dann rufen Sie den Arzt an, der es verordnet hat.“

Jonas lachte leise.

„Du überschätzt deine Stellung.“

„Dann testen wir sie.“

Ich nahm mein Handy.

„Ich kann auch sofort einen Notarzt rufen und erklären, dass ein seit neun Monaten komatöser Patient ohne mein Wissen sediert wird.“

Die Pflegekraft wurde blass.

Jonas sah sie an.

Nur eine Sekunde.

Aber ich bemerkte es.

Angst.

Nicht bei Jonas.

Bei ihr.

„Gehen Sie“, sagte er schließlich zu ihr.

„Herr Bergmann—“

„Jetzt.“

Sie verschwand.

Jonas blieb.

„Das war dumm.“

„Dann scheinst du ja nichts zu befürchten zu haben.“

Er kam so nah, dass ich seinen Atem riechen konnte.

„Du bist hier, weil dein Vater verzweifelt war. Vergiss das nie.“

„Was hat er verkauft?“

Zum ersten Mal verlor Jonas für einen Augenblick die Kontrolle über sein Gesicht.

Ich hatte getroffen.

„Wer hat dir das erzählt?“

„Also stimmt es.“

„Ich habe nichts gesagt.“

„Du musstest nicht.“

Er wich einen Schritt zurück.

„Dein Vater wird dir ohnehin nichts erzählen.“

„Das werde ich selbst herausfinden.“

Jonas schüttelte langsam den Kopf.

„Emma, manche Wahrheiten machen dich nicht frei.“

Dann ging er.

Ich wartete, bis seine Schritte verschwunden waren.

Erst dann drehte ich mich zu Ethan um.

Seine Augen waren wieder offen.

„Hast du das gehört?“

Ein Druck.

Ich setzte mich.

„Ich werde meinen Vater anrufen.“

Ethans Finger schlossen sich sofort fester um meine Hand.

Zweimal.

Nein.

„Warum nicht?“

Er bewegte die Lippen.

Diesmal kam kein Ton.

Ich beugte mich näher.

„Versuch es.“

Sein Gesicht verzog sich vor Anstrengung.

„Nicht … Telefon.“

Ich verstand sofort.

Vielleicht wurde mein Handy überwacht.

Vielleicht die Leitungen der Villa.

Vielleicht beides.

Ich nickte.

„Dann fahre ich zu ihm.“

Ethan sah mich an.

Ein Druck.

Ja.

Bei Tagesanbruch verließ ich die Villa.

Ich sagte Viktoria, ich wolle Kleidung aus meiner Wohnung holen.

Sie stellte keine Fragen.

Das machte mich nervöser, als es Fragen getan hätten.

Mein Vater wohnte noch immer in unserem alten Haus außerhalb von München.

Als ich vorfuhr, stand sein Wagen in der Einfahrt.

Ich klingelte.

Keine Antwort.

Noch einmal.

Nichts.

Ich benutzte meinen alten Schlüssel.

„Papa?“

Das Haus war still.

Im Wohnzimmer standen mehrere Kartons.

Ein Regal war leer.

Auf dem Tisch lagen ungeöffnete Briefe von Banken und Inkassobüros.

Also waren seine Schulden vielleicht gar nicht vollständig verschwunden.

Ich ging in sein Arbeitszimmer.

Die Schubladen waren offen.

Jemand hatte sie durchsucht.

Oder er hatte hastig gepackt.

Auf dem Schreibtisch lag nur ein altes Familienfoto.

Meine Mutter.

Mein Vater.

Ich.

Ich nahm es hoch.

Darunter befand sich ein Umschlag.

Darauf stand mein Name.

EMMA.

Meine Hände wurden kalt.

Ich öffnete ihn.

Darin lag ein einzelner USB-Stick.

Und ein handgeschriebener Zettel.

Emma,

wenn du das liest, habe ich dir zu lange die Wahrheit verschwiegen.

Ich verkaufte vor neun Monaten Informationen.

Ich dachte, es ginge nur um Wirtschaftsspionage.

Ich wusste nicht, dass jemand sterben sollte.

Ich musste mich am Tisch festhalten.

Unter dem Text stand noch eine Zeile.

Ethan Bergmann war nicht das eigentliche Ziel.

Ich las sie zweimal.

Dann ein drittes Mal.

Hinter mir knarrte eine Diele.

Ich drehte mich um.

Mein Vater stand in der Tür.

Sein Gesicht war grau.

„Du hättest niemals herkommen dürfen.“

„Was hast du getan?“

Er schloss die Tür hinter sich.

„Emma, du musst sofort zurück in die Villa.“

„Nein.“

„Du verstehst nicht, in was du geraten bist.“

„Dann erklär es mir.“

Er sah auf den USB-Stick in meiner Hand.

Seine Schultern sanken.

„Vor neun Monaten bekam ich ein Angebot. Sehr viel Geld für interne Unterlagen über ein geplantes Bergmann-Geschäft.“

„Von wem?“

Er antwortete nicht.

„Papa.“

„Ich dachte, ich verkaufe nur Zahlen. Vertragsdaten. Namen.“

„Und dann?“

Er schluckte.

„Dann wurde Ethan vergiftet.“

„Von Jonas?“

„Nein.“

Das Wort traf mich wie ein Schlag.

Ich trat näher.

„Wer dann?“

Mein Vater sah mich an.

In seinen Augen lag echte Angst.

„Jemand, vor dem sogar Jonas Angst hat.“

Mein Handy vibrierte.

Eine Nachricht von der unbekannten Nummer.

Diesmal stand dort nur:

ZU SPÄT.

Im selben Moment krachte draußen Glas.

Mein Vater riss mich zu Boden.

Eine Kugel schlug durch das Fenster und bohrte sich in die Wand hinter uns.

**Es geht weiter — klicke auf Teil 5, um weiterzulesen.**

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