Unterhaltung

Sie Verspotteten Die Marineoffizierin Wegen Eines Roten BHs – Doch Dann Enthüllte Sie Ein Tödliches Netzwerk Auf Dem Stützpunkt

Riedel beugte sich näher zu ihr. Der scharfe Geruch von Whisky lag in seinem Atem.

„Sie glauben wirklich, ein einziger sauberer Durchgang macht Sie zu etwas Besonderem?“

Mara blieb sitzen, das unberührte Glas zwischen ihren Händen.

„Nein“, antwortete sie. „Ausbildung zeigt nur, was ohnehin schon da ist.“

Ein paar der Soldaten blickten zur Seite und versuchten, ihre Reaktionen zu verbergen. Riedel bemerkte es, und die Demütigung flammte in seinen Augen erneut auf.

Er griff in die Tasche seiner Jacke und zog einen leuchtend roten BH hervor. Mit einem gehässigen Grinsen hielt er ihn Mara direkt vors Gesicht.

„Hier“, verkündete er laut. „Das passt wohl besser zu Ihrer Uniform.“

Die Kneipe verstummte.

Mara stand langsam auf.

Sie schlug ihn nicht. Sie erhob nicht die Stimme. Sie nahm ihm lediglich den BH aus der Hand, legte ihn sorgfältig auf den Tisch und blickte zu der Überwachungskamera über der Theke.


„Danke“, sagte sie.

Riedel blinzelte. „Wofür?“

„Dafür, dass Sie die Ermittlungen einfacher machen.“

Noch bevor er antworten konnte, öffnete sich die Eingangstür.

Drei Offiziere in dunklen Dienstuniformen betraten den Raum, gefolgt vom Kommandeur des Stützpunkts. Jeder Soldat im Raum nahm augenblicklich eine straffere Haltung ein.

Riedel wurde kreidebleich.

Der Kommandeur ging zuerst auf Mara zu.

„Leutnant zur See König, wir haben Ihr Signal erhalten.“

Riedel sah hektisch um sich. „Signal?“

Mara hob ihr Glas an. Unter dem Boden blinkte ein winziger Sender.


Sie hatte nicht allein dort gesessen, weil sie ausgegrenzt worden war. Sie hatte ihn aufgezeichnet.

Der Kommandeur wandte sich Riedel zu.

„Sie werden bis zum Abschluss der Ermittlungen vorläufig festgesetzt. Es geht um Belästigung, tätlichen Übergriff, Behinderung einer gemeinsamen Übung und den Verdacht auf Diebstahl eingestufter Ausbildungsunterlagen.“

Riedel taumelte einen Schritt zurück.

„Eingestufte Unterlagen? Das ist doch Wahnsinn!“

Einer der Offiziere zog einen versiegelten Datenträger aus Riedels Jacke.

Seine ganze Selbstsicherheit verschwand.

Maras Blick wurde schmal.

Mit der Belästigung hatte sie gerechnet. Selbst die öffentliche Demütigung hatte sie vorhergesehen.

Von dem Datenträger hatte sie jedoch nichts gewusst.


Als die Offiziere ihn festhielten, begann Riedel zu lachen.

„Sie verstehen es immer noch nicht, Frau Leutnant. Ich wollte Sie nicht aus der Übung drängen.“

Mara trat näher.

„Was wollten Sie dann?“

Sein Lächeln wurde auf seltsame Weise ruhig.

„Ich wollte Sie am Leben halten.“

Der Kommandeur befahl, ihn abzuführen, doch bevor Riedel durch die Tür verschwand, drehte er sich noch einmal zu Mara um.

„Fragen Sie Ihren Zugführer, warum Ihr Name schon auf der Verlustliste stand, bevor Sie überhaupt hier angekommen waren.“

Mara drehte sich um.

Auf der anderen Seite der Kneipe griff der Zugführer langsam unter seinen Mantel.


In seiner Hand hielt er ein Foto von Mara.

Ihr Gesicht war mit einem roten Kreis markiert.
**Fortsetzung folgt — klicke auf Teil 3, um weiterzulesen.**

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